Necoclí, Donnerstag, 7.3.19

Absolut nichts getan. NICHTS! Nach dem superleckeren Frühstück nur am Strand rumgehockt, mich mit den Hunden angefreundet, den Fregattvögeln beim Fischen beobachtet, den vorbeiziehenden Booten nachgeblickt, immer wieder die gemütlichste Position auf der Liege ausgetestet und das war es!
Nur meine Füße hab ich vermieden in den Sand zu stecken, denn, die gestrigen Sandflohattacken waren mir eine Lehre. Bin ja bei so Viechern eher nicht so empfindlich, aber, die jucken, zum aus der Haut fahren. Und wenn man kratzt wird es richtig schlimm. Glücklicherweise hatte ich einen Zapper dabei, wie ein elektrisches Feuerzeug mit Piezozündung, nur ohne Feuerzeug. Damit die Stiche bearbeitet bring schnelle Abhilfe. Zumindest bei mir wirkt es.
OK, zu meiner Schande muss ich gestehen, der eine oder andere Facebook-Artikel war auch dabei…

Ich hatte für den Tag auch nicht vor was groß zu unternehmen. Ich hätte zum anderen Strand laufen können, die Stadt erkunden, meine verschnittenen Haare reparieren lassen können, was lecker Essen gehen. Nichts dergleichen. OK, vielleicht esse ich später noch was Kleines, dachte ich mir. So eine leckere Fischsuppe, die oft als Vorspeise gereicht wird, die würde mir leicht reichen. Moi schaung…

Ich war dann doch noch am Strand, in der ZION-Bar, da gibt’s nur Reggae und Dub als Musik. Mal was anderes in Kolumbien. Aber ich bestellte mir nur ein Bier, Pommes mit Käse, die ich erfolgreich gegen den starken Wind verteidigte. Ja, sehr gesund…
Ich war allein am Strand, in keiner der Restaurants oder Bars mit ihren ganzen Stühlen im Sand saß irgendjemand. Da spazierte plötzlich eine unglaublich attraktive und aufgetakelte Mulata, setzte sich genau in meinem Blickwinkel, Luftlinie 10 Meter schräg vor mich auf einen Baumstamm und begann mit ihrem iPhone rumzuwedeln. Fotografierte sich (oder mich), stand dann auf und setzte sich Luftlinie 3 Meter schräg vor mich. Drehte sich um und schenkte mir ein wirklich bezauberndes Lächeln, die Zähne blitzten so stark, dass ich meine Sonnenbrille aufsetzte. Dann schon wieder und fragte mich, woher ich sei. Ich sagte, Deutschland und fragte lustigerweise woher Sie denn sei und sie reagierte wie erwartet, warf stolz den Kopf zurück und meinte „COLOMBIA!“. Ich hatte keinen Bock auf eine „Professionelle“, genau genommen noch nicht einmal auf eine Unterhaltung, zahlte schnell und verabschiedete mich freundlich, was Sie schon fast verärgert fragen lies, „WARUM“. Aber ich blieb hart und verzog mich. Freundlich aber bestimmt.

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