Medellín – Freitag, 15.03.19

Ich bin früh rausgekommen, versuchte nochmal die Verbindung zum Exchangeserver hinzubekommen, keine Chance. Das Frühstück im Hostel war recht übersichtlich, das ganze Hostel war nicht mein Fall, aber, die warme Dusche in der Früh war schon cool.

Das Taxi „zog mich ab“, weil ich vergessen hatte vorher den Preis auszuhandeln. !5.000 COP. Da hätten 8000 COP voll gereicht. Aber es war eine Art „privates“ Taxi und der Fahrer wollte auch unbedingt, dass ich ihn bezahle, bevor wir am Flughafen ankommen würde. Ich hatte erst im Laufe der Fahrt festgestellt, dass es kein Taximeter gab. Das war für mich selbstverständlich gewesen, denn, ich hatte ja im Hostel ein Taxi bestellen lassen. Im Hostel rieten sie mir ab, auf der Straße eines zu suchen (was viel besser gewesen wäre). Ein zusätzlicher Punkt, der für eine recht ungute Seilschaft spricht zwischen Hotel und privaten Taxlern. Das Hostel Maloka ist nicht zu empfehlen. Immer wieder hab ich das Bild vor Augen, das Bild des jungen dünnen Geschäftsführers mit seinem riesigen roten Cocktailglas in der Hand, der mir verbietet, mein Bier mitzunehmen auf das Zimmer.
Im Flughafen angekommen erkundigte ich mich nach dem Check-In für Nuqui der Linie San Germain. Ich war noch zu früh dran, stellte beim Warten fest, dass sowohl mein Rucksack als auch meine Schlappen total verklebt waren mit einem Kaugummi. Der Rucksack so, dass er gleich mein frisches Hemd auch verpappte. Vermutlich ein „Souvenir“ aus dem Bus.

Als dann nach einer Stunde der Check-In öffnete, klärte mich eine sehr sympathische junge Mitarbeiterin darüber auf, dass ich einen Flug für den nächsten Tag gebucht hätte und dass sie sich freuen würde, mich morgen um die gleiche Zeit zu begrüßen. Mist, ich hatte tatsächlich den Tag im Ticket falsch ausgewählt. Im Bewusstsein, dass ich noch im Vortag war, aber, es war ja schon nach 00:00. Oder, weil auf dem Notebook die Münchner Zeit präsent war, also 6 Stunden davor. Was für eine zusätzliche Irritation sorgte, im Gesamtarrangement mit den vielen unsäglichen kleinen Haken und Ösen des vorigen Tages, auf die ich im Detail nicht eingehen möchte.

Irgendwie war es auch schon wieder lustig. Ich ging raus, suchte mir ein Taxi und lies mich NICHT ins Hostel Maloka fahren (Griechen würden jetzt sagen: „Hotel Malaka“ und mit Recht!). Der Taxifahrer brachte mich ins Hotel Zandalo, ebenfalls nur 10 Minuten vom lokalen Flughafen entfernt.

Schöne helle Zimmer und ich drückte deutlich aus, wie wichtig mir ein funktionierendes Internet wäre, um alles wieder gerade zu biegen was die letzten Tage schieflief. Tja, das Telefon funktionierte einwandfrei mit WiFi, aber, das Notebook schaffte keine Datenverbindung, nach eine halben Stunde gab ich auf und fing an den Bericht für den Blog zu schreiben. In Termales wird es kein Internet geben, daher, egal was jetzt alles schon nicht funktioniert…  Da kann ich mich schon mal dran gewöhnen, dachte ich mir.

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